Fast alles beim Alten in Emmen

Nach einem flauen Wahlkampf bleibt in Emmen fast alles beim Alten. Die FDP holt ihren Gemeinderatssitz zurück, den sie sich bei den letzten Wahlen selber genommen hat und die SVP verliert im Parlament endlich auch in Emmen. Andreas Kappeler erreicht einen Achtungserfolg im Gemeinderatsrennen. Dank der grossen Listenverbindung gewinnen die Grünliberalen einen Sitz, während Grüne und  SP sich halten. Insgesamt zeigt sich damit eine Verschiebung des politischen Gewichts in die Mitte.

Der Gemeinderatswahlkampf hätte spannend werden  können. Der bereits nominierte Gemeindepräsident Thomas Willi verzichtete nach der verlorenen Abstimmung über die Fusionsverhandlungen kurzfristig auf eine Wiederkandidatur. Nicht weniger als zwölf Kandidierende bewarben sich darauf um die fünf Gemeinderatssitze. Ein Wahlkampf blieb aber weitgehend aus ? die fusionsfreundlichen Parteien und Kandidierenden schienen durch den Abstimmungsausgang vom 11. März noch paralysiert, die Fusionsgegner hatten vor und nach der Abstimmung keine Konzepte, wie es weiter gehen soll mit der Gemeinde. Profitiert hat davon überraschend ausgerechnet die FDP, die in Bezug auf die Fusionsverhandlungen wild hin und her laviert hatte. Sowohl bei den Gemeinderats- als auch bei den Parlamentswahlen konnte die Partei deutlich zulegen ? im Gemeinderat auf Kosten der CVP, im Parlament auf Kosten der SVP. Trotz der vielen Kandidierenden zeigt sich die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang so, dass es eigentlich zu stillen Wahlen kommen müsste mit zwei FDP-Sitzen, und je einem für SP, CVP und SVP. Falls es dennoch zum zweiten Wahlgang kommt, unterstützen die Grünen Susanne Truttmann von der SP.

Bei den Parlamentswahlen mussten die Grünen einen überproportionalen Verlust an Listenstimmen hinnehmen. Grund war wohl das überraschend gute Abschneiden der Grünliberalen, die mit lediglich drei jungen und nicht breit bekannten Kandidaten einen Sitz holten. Dank der Listenverbindung Grüne/SP/Juso/GLP konnten aber insgesamt 9 Vollmandate erreicht werden, was schliesslich zum einen von zwei Sitzverlusten der SVP geführt hat. Für die Grünen sitzen weiterhin Monique Frey, Andreas Kappeler und Timo Krebs im Rat. Grüne und SP werden sicher weiterhin eng zusammen arbeiten und wohl auch eine Fraktionsgemeinschaft bleiben. Noch offen ist, ob allenfals der neu gewählte grünliberale Christian Zürcher sich der Fraktion anschliesst.

 

Luzius Hafen

Bricklebrit für Emmen?

Die Emmer Grünen wurden an der Standaktion am letzten Samstag auf dem Sonnenplatz von Esel Pia begleitet. Unter dem Motto "wie sanieren wir die Emmer Finanzen?" nahmen die Grünen die märchenhaften Versprechungen der Mehrheit aufs Korn, welche immer noch auf den Goldesel aus dem Grimm-Märchen "Tischlein deck dich!" warten. Der Goldesel brachte aber nur Goldtaler aus Schokolade mit. Damit kann leider auch Emmen das Millionenloch von Steuerausfällen nicht stopfen, welches durch die Steuergesetzrevisionen des Kantons verursacht wird. Die Wohlhabenden und die Unternehmen werden entlastet und die breite Bevölkerung bezahlt es durch eine Erhöhung und den Ausbau der Abgaben und Gebühren. Die Grünen fordern dagegen seit Jahren eine gerechte Steuerpolitik, welche alle nach dem gleichen System und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit besteuert. Damit könnte auch die Gemeinde Emmen ihre Aufgaben im Bereich der Pflegefinanzierung, der Bildung, der familienergänzenden Betreuung und ihre gesellschaftlichen Aktivitäten finanzieren. Als fortschrittliche Gemeinde würden dann auch gut Verdienende ihre Steuern gerne in Emmen bezahlen.

Der grüne Kandidat fürs Gemeindepräsidium Andreas Kappeler, flankiert vom Emmer Goldesel und den beiden Einwohnerratskandidierenden Monique Frey und Titus Bürgisser: Sie trauen dem märchenhaften Goldsegen nicht.

Grüne Emmen stellen Kandidaten für Gemeindepräsidium

Die Grünen Emmen haben aufgrund der neuen Situation durch den Rückzug von Thomas Willy entschieden, Andreas Kappeler auch als Kandidaten für das Gemeindepräsidium ins Rennen zu schicken.

In den kommenden Jahren steht die Gemeinde Emmen vor einer Neupositionierung. Die Grünen Emmen wollen bei diesem Schritt Verantwortung übernehmen und mitreden. Es sind neue Kräfte gefragt, die mitgestalten wollen und nicht nur nein sagen. Peter Lerch, Präsident Grüne Emmen: "Wir haben fähige Leute für diese Aufgabe und mit Kappeler einen jungen, jedoch bereits politisch erfahrenen und profilierten Politiker für das Gemeindepräsidium".

Andreas Kappeler in den Gemeinderat

Die Grünen Emmen nominierten Andreas Kappeler als Gemeinderatskandidat. Seit mehr als sechs Jahren ist er im Emmer Parlament aktiv. Diese
Zeit hat ihm aufgezeigt, dass die Zeit für eine klar Grüne Stimme im
Gemeinderat mehr als reif ist. Er ist bereit, sich dieser Aufgabe
anzunehmen. Trotz einer klar grünen Grundhaltung politisiert er
ohne Scheuklappen und aus seiner Arbeit in der Ortsplanungskommission,
in der Bau- und Verkehrskommission, in der Rechnungs- und
Geschäftsprüfungskommission und auch als Fraktionschef der
Grüne / SP-Fraktion ist er als lösungsorientierter Politiker bekannt.

 

Für den Einwohnerrat nominierten die Grünen

Monique Frey

Andreas Kappeler

Timo Krebs

Jana Aregger

Titus Bürgisser-Stalder

Flavio Dürger

Anna Schmidle

Daniel Egli

Cécile von Reding

Christian Philipp Fischer

Silvan Galizia

Philipp Gisler

Patrick Graf

Beat Rölli

 


Für die Bürgerrechtskommission nominierten die Grünen

Katharina Bütler-Odermatt

Peter Lerch

Judith Huber

Arnold Wyrsch

 

 

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Agenda

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9.-10. Juni, Retraite Fraktion

11. Juni, GV Grüne Kanton Luzern

17. Juni, 2. Wahlgang Gemeinderat

3. Juli, Einwohnerrat, ganztägig, Zentrum Gersag

18. September, Einwohnerrat

16. Oktober, Einwohnerrat

13. November, Einwohnerrat

18. Dezember, Einwohnerrat